Medieninnovationstag 2014: Wie Gründer zum Geschäftserfolg gelangen

Medieninnovationstag 2014: Wie Gründer zum Geschäftserfolg gelangen

Kreativität, ein klarer Fokus auf Nutzwert und Erlebnisse im eigenen Umfeld sind in Kombination häufig wesentliche Faktoren zur Entwicklung von Innovationen in der Medienbranche - so das Fazit des ersten Medieninnovationstags der BLM.

Auf Einladung der BLM präsentierten StartUp-Unternehmer, Unternehmensberater und Investoren Geschäfts- und Finanzierungsmodelle von morgen. Rund 150 Teilnehmer kamen am 4. April zur Veranstaltung in die Landeszentrale, die von dem Journalisten und Blogger Richard Gutjahr moderiert wurde.

Ein wesentlicher thematischer Schwerpunkt des ersten Medieninnovationstags der BLM war dabei die Frage, wie neue tragfähige Ideen in der Praxis entstehen. „Wesentliche Impulse kommen häufig aus der Wissenschaft, in der Krise – zum Beispiel bei Arbeitslosigkeit -, durch Beobachtung oder eben Inspiration“, meint Dr. Frank Glatz, Geschäftsführer des Münchner Innovations- und Gründerzentrums WERK1. „Es braucht dabei die Zeit zum ‚Brüten‘, zum Ausprobieren und die Möglichkeit des Teilens der Idee“. Die wesentliche Herausforderung für erfolgreiche Gründer ist dabei, außerhalb der eigenen, gelernten Muster neu zu denken.

Um eine entsprechende Infrastruktur für Start-Ups in Bayern zu schaffen, hob BLM-Präsident Siegfried Schneider in seiner Begrüßung das von der Staatsregierung geplante Zentrum für Internet und Digitale Medien hervor. Die BLM sei in die bisherigen Überlegungen einbezogen und werde auch an der weiteren Entwicklung mitarbeiten. Dabei gehe es generell darum, ein günstiges Klima für Innovationen zu schaffen: „Dieses Innovationsklima wird von sehr vielen Faktoren, auf jeden Fall durch ein starkes Beziehungsgeflecht unterschiedlicher Partner wie Universitäten, Start-Ups, Unternehmen, Mentoren und Kapitalgebern, begünstigt“.

„You have to unlearn, what you have learned“, meint Felix Hofmann, Geschäftsführer der BMI Lab AG, einem Spin-Off des Instituts für Technologiemanagement der Universität St. Gallen, das Geschäftsmodelle für Innovationen entwickelt: „Wir sind es gewohnt, sehr fokussiert zu denken, dabei geht es wesentlich darum, divergent zu denken“. Als Beleg führte er einen Kreativitätstest an, der zeigte, dass 98 Prozent der drei- bis fünfjährigen Kinder hierbei die Höchstpunktzahl erzielten, nach Einschulung sank der Wert deutlich ab – etwa auf 32 Prozent (bei den Acht- bis Zehnjährigen) und dann auf zehn Prozent (13 bis 15 Jahre). Bei den Erwachsenen (25+) erzielten nur zwei von hundert die volle Punktzahl. „Etablierten Unternehmen fällt es häufig schwer, Innovationen durchzusetzen“, so Hofmann, „sie müssten dafür ihre eigene Branchenlogik durchbrechen“.

e-max.it: your social media marketing partner

Diese Seite kommentieren

Diese Seite teilen

Copyright © 2017 medienportal.tv

Ein Projekt der Medientage München GmbH
powered by STV Media Networks.

Alle Rechte vorbehalten.