MEDIENTAGE MÜNCHEN 2013 - Fernsehen auf neuen Wegen

MEDIENTAGE MÜNCHEN 2013 - Fernsehen auf neuen Wegen

Die Verbreitungswege vervielfachen sich, doch es zählen mitreißende Inhalte. Darüber herrschte Einigkeit auf den Medientagen, die in diesem Jahr unter dem Motto "Mobile Life: Herausforderung für Medien, Werbung und Gesellschaft" standen.

Neben der steigenden mobilen Mediennutzung über Smartphones und Tablet-PCs spielen Over-the-Top-TV-Dienste (OTT) eine zunehmende Rolle. Ein Beispiel ist die multithek des Sendernetzbetreibers Media Broadcast, die Fernsehen und Internet verbindet. Während herkömmliche TV-Programme via DVB-T in die Wohnzimmer kommen, gelangen interaktive Dienste wie die Mediatheken von ARD und ZDF, Web-TV-Angebote und Livestreams von Sendern für kleinere Zielgruppen über das Internet auf die TV-Bildschirme. Die jüngsten Neuzugänge, die über die multithek per OTT-Livestream in die DVB-T-Haushalte übertragen werden, sind Family TV, Putpat und sonnenklar.tv. Weitere Sender sollen vor Jahresende folgen, unter anderen aus dem Sportbereich. Nach dem Start via DVB-T soll Mitte November eine Version der multithek für Satellitenhaushalte auf Astra (19,2° Ost) starten. Neben den Livestreams von Free-TV-Sendern will Media Broadcast künftig auch kostenpflichtige TV- und Video-on-Demand-Angebote in seine multithek aufnehmen, etwa Dokumentationen auf Abruf. Der Startschuss fällt im ersten Quartal 2014, die Bezahlung erfolgt über die Mobilfunkrechnung. Für den Empfang der multithek wird ein Fernseher oder Digitalreceiver benötigt, der sich für den interaktiven Multimedia-Standard HbbTV eignet und ans Internet angeschlossen ist.

Wie es mit dem Fernsehen weitergeht, erkundet Eutelsat in einer Studie, die die Marktforscher der GfK für den Satellitenbetreiber erstellt haben. Das herkömmliche lineare Fernsehen wird demnach seine zentrale Bedeutung in der digitalen Medienwelt nicht verlieren, doch der Zugang zu den TV-Inhalten wird vielfältiger. Die Zuschauer sehen es künftig als selbstverständlich an, dass die selbst darüber entscheiden können, wann, wo und womit sie auf die Programminhalte zugreifen. Der KabelKiosk, die Programm- und Service-Plattform von Eutelsat für Kabelnetzbetreiber, reagiert auf das veränderte Nutzerverhalten mit dem Multimedia-Portal KabelKiosk Choice, das interaktive Begleitdienste wie die Mediatheken der TV-Sender und Video-on-Demand-Angebote auf die Bildschirme bringt. Der erste Kabelnetzbetreiber hat KabelKiosk Choice bereits eingeführt, weitere Partner folgen in Kürze. Der nächste, für Anfang 2014 geplante Schritt ist die Anbindung der KabelKiosk-Angebote an mobile Endgeräte. Die Zuschauer können dann etwa einen Spielfilm, den sie auf dem großen Flachbildfernseher im Wohnzimmer eingeschaltet haben, nahtlos auf dem iPad im Schlafzimmer weitersehen. Auch sein TV-Angebot baut der KabelKiosk aus: Ins "Family HD"-Paket werden vor Jahresende fünf neue Sender aufgenommen, darunter Sony Entertainment Television HD und Animal Planet HD.

Auch Sky Deutschland blickt in die Zukunft: Für 2014 ist die erste Live-Übertragung im Ultra-HD-Verfahren geplant, voraussichtlich von einem Fußball-Bundesliga-Spiel. Mit dem Testlauf will der Pay-TV-Veranstalter praktische Erfahrungen mit dem neuen Bildformat sammeln, das eine viermal höhere Auflösung als der aktuelle HDTV-Standard bietet. Sky-Abonnenten werden die Übertragung mangels entsprechender Endgeräte noch nicht sehen können, aber möglicherweise werden einige Sky-Sportsbars als Empfangsstätten in den Testlauf eingebunden.


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