Mobile Media Day 2014: Die Zukunft ist mobil

Mobile Media Day 2014Das Prinzip „mobile first“ setzt sich immer stärker durch, wie gestern der zweite Mobile Media Day in Würzburg zeigte. Die Veranstaltung mit rund 350 Fachbesuchern und Studierenden thematisierte die Zukunft der mobilen Internetnutzung, zeigte Trends auf und stellte Anwendungen vor.

„Das mobile Internet verändert die Art, wie wir Inhalte nutzen“, stellte Siegfried Schneider, Präsident der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien, in seiner Begrüßung fest. Die mobile Nutzung des Internets habe ab dem Jahr 2012 so richtig Fahrt aufgenommen. Die notwendige Anpassung der Angebote sei derzeit eine der wichtigsten Aufgaben der Medienunternehmen.

Barbara Evans von Mediaplus gab in ihrer Eröffnungs-Keynote einen Einblick, wohin sich der Markt im Bereich mobile Mediennutzung bewegt und welche Konsequenzen Agenturen und Kunden daraus ziehen sollten. Anhand einer Studie zum Nutzungsverhalten von Pendlern zeigte Evans, dass morgens Information und abends eher Entspannung gefragt ist. Medienangebote hätten noch viel ungenutztes Potenzial, da ihre Inhalte größtenteils noch nicht für den mobilen Abruf optimiert wären.

Im Auto sind News-Apps bisher kaum zu finden. Dank einer Kooperation von BMW und n-tv soll sich das für Nachrichten bald ändern. Julia Wegeler von n-tv demonstrierte auf der Bühne, wie Nachrichten den Autofahrer schnell und einfach via App erreichen. Für die stärkere Ausrichtung auf die mobile Nutzung lieferte sie eine einfache Begründung: Das Online-Angebot von n-tv werde mittlerweile stärker mobil als stationär genutzt.

Um in der digitalen Aufbereitung von Information und Fachwissen den nächsten Schritt zu gehen, eröffnete Unternehmenssprecher Dr. Gunther Schunk mit den Worten „Es ist wieder Gründerzeit“ die Startup-Werk­statt von Vogel Business Media, den Vogel Campus. Die Initiative will jungen Entwicklern Raum und Finanzierung für neue Wege, neue Ideen und neue Techniken bereitstellen.

Nicht zuletzt das diesjährige Weihnachtsgeschäft zeigt, dass Wearables begehrte digitale Accessoires sind. Welche Möglichkeiten Unternehmen haben, um Mobile Marketing für Smartwatches und Co zu realisieren, veranschaulichte Florian Gmeinwieser von der Digitalagentur plan.net. Er warnte aber auch, dass es nicht ausreiche, die Wearables einfach als neue Screens zu nutzen. Christopher Kassulke von HandyGames, die bereits für einige Smartwatches Spiele anbieten, analysierte das technische Potenzial und die neuen Möglichkeiten, die sich für Apps auf Wearables ergeben.

Warum man manchmal nicht dem allgegenwärtigen Aktionismus verfallen dürfe und Trends nicht ständig hinterherlaufen solle, machte Holm Friebe dem Publikum des MMD zum Abschluss deutlich. Nicht immer würde sich der „first mover“ erfolgreich am Markt etablieren, „oft bekommt die zweite Maus den Käse“.

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