Diskussion: Alles App oder was - Businessmodell mit Zukunft?

Datum: 20.10.2011

Auf dem Weg zur Refinanzierung von Applications (Apps) auf Smartphones und Tablet-PCs sind Wagnisse und Lernprozesse notwendig. Das war der Tenor einer Podiumsdiskussion des Social-Network- und App-Entwicklers Kupferberg im Rahmen der MEDIENTAGE MÜNCHEN. Übereinstimmend merkten die Medienmacher in der Runde an, dass die Attraktivität der Apps in der sogenannten Post-PC-Ära stark vom Mehrwert für den Nutzer abhänge. Für die Werbebranche bedeute das, Formate zu entwickeln, die sowohl zu den Werbekunden als auch zu den App- Nutzern passen. „Wir wissen, dass wir nichts wissen", lautete die Antwort von Chris Öhlund, Head of Digital Media von Ringiers Blick-Gruppe, auf die Frage nach den Erfolgsfaktoren von Apps des Verlagshauses. Es sei zwar wichtig, einerseits möglichst kostengünstig zu produzieren. Andererseits müsse man Geld in die App-Entwicklung investieren, um im Markt mithalten zu können. Das Medium sei vorhanden, sagte Öhlund, die entsprechenden Inhalte jedoch noch nicht. Werbung in Apps müsse emotionaler werden, um interessant zu sein. Wichtig für eine aussichtsreiche Vermarktung einer App seien eine passgenaue Zielgruppenfokussierung, attraktive Werbeformate und starke Marken, betonte Oliver von Wersch, Leiter Mobile bei G+J Electronic Media Sales: „Die Nutzer suchen nach aktiver Involvierung". Den Mehrwert von Apps für den Nutzer betonte auch Clemens Lutsch, User Experience Evangelist bei Microsoft Deutschland. Werbeformate allein seien nicht der Königsweg zur Refinanzierung der Entwicklungskosten. Geld werde im mobilen Internet der Zukunft anders verdient. Der Gründer und Geschäftsführer von Kupferwerk, Matthew Ulbrich, forderte Unternehmer zu Experimenten auf: „Smartphone- und Tablet-Besitzer geben erst dann Geld für Apps aus, wenn diese sinnvolle Funktionen enthalten", berichtete Ulbrich. Michael Stenberg, Partner Director Central & Eastern Europe bei Yahoo Mobile, stellte die aktuelle Multiple-Screen-Strategie seines Unternehmens vor: Die globale Skalierbarkeit sei für Yahoo bedeutsam, relevant sei es jedoch, die Nutzer mit lokalen Inhalten auf allen Bildschirmen abzuholen.

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