Diskussion: Social TV Apps - Profitabilität der neuen Advertising Models

Datum: 25.10.2012

Social TV Apps werden die Zukunft des Fernsehens revolutionieren. In Deutschland steht diese Entwicklung gerade erst am Anfang. Darin waren sich die Teilnehmer der von der Management-Beratung Mücke Sturm & Company (MS&C) ausgerichteten Veranstaltung auf den MEDIENTAGEN MÜNCHEN einig. Was Social TV Apps genau sind, machte ein Einspielfilm von MS&C deutlich. Social TV Apps ermöglichen den Fernsehzuschauern, über Second-Screen-Geräte wie Smartphones, Tablets, PCs oder Smart TVs zu kommunizieren und sich auszutauschen - entweder zu den laufenden Sendungen direkt oder aber zu damit in Verbindung stehenden Inhalten. Während konventioneller Fernsehsendungen können sich die Nutzer über die App, die sich beispielsweise auf ihrem Smartphone befindet, mit einem sozialen Netzwerk verbinden und auf diesem Weg Informationen mit ihren Freunden austauschen. Das „einsame" Fernsehen entwickelt sich somit wieder zur „Gruppenaktivität". Axel Meiling, Principal Competence Center NewTV bei MS&C, wies auf den Technologie- und Innovationsvorsprung der USA in Sachen Social TV Apps hin. Die Amerikaner hätten auch bereits neue Wege der personifizierten und Event-begleitenden Werbung aufgetan - der Schlüssel zu einem möglicherweise enormen finanziellen Erfolg. Social TV Apps böten Vorteile für alle Beteiligten: Sender erhöhten mit Social TV Apps die Zuschauerbindung, dem Publikum eröffne sich dadurch ein neues aufregendes Fernseherlebnis. Werbungtreibende erhielten eine erstklassige Gelegenheit zu personifizierter und situationsspezifischer Werbung. Bei der folgenden Podiumsdiskussion herrschte Einigkeit in der grundsätzlich positiven Bewertung von Social TV Apps. Susanne Aigner-Drews, Geschäftsführerin von Discovery Communications Deutschland, erklärte allerdings, dass für den Wandel von bisherigem Lean-back-TV zu einem aktiven, gar interaktiven Lean-forward-Fernsehen passende Inhalte unabdingbar seien. Zwar gelte auch hier „Content ist King", aber nicht jedes Programm eigne sich für Social TV. Diese Meinung teilte Alexander Mazzara, Gründer und CEO des interaktiven Schweizer Fernsehsenders joiz. Er sieht in diesem Zusammenhang sogar eine „angebotsabhängige Erziehungsaufgabe" auf die Sender zukommen. Der Geschäftsführer von SevenOne Media Guido Modenbach glaubt, dass die von ihm vertretenen Sender ProSieben und SAT.1 schon vielversprechende Ansätze mit außerordentlich reichweitenstarken Formaten entwickelt hätten. Eine Chance, die sich auch kleineren Sender biete, so Jean- Pierre Fumagalli, Vorstand des Online-Bewegtbildvermarkters Smartclip.

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