Infrastrukturgipfel 2010: Wert(e) der Netze in der digitalen Welt

Datum: 13.10.2010

Welchen Wert haben die Netze? Welchen Wert verkörpern die Netze? Welche Werte sollen mit diesen Netzen transportiert werden? So lauteten die drei Kernfragen, auf die die Teilnehmer des Infrastrukturgipfels während der MEDIENTAGE MÜNCHEN Antworten geben sollten. In ihrer Funktion als reflektierende und prospektive Zwischenbilanz bringt der Infrastrukturgipfel Netzbetreiber, Anbieter von programmlichen Inhalten und Regulierungsbehörden an einen Tisch, um den Rückstand, den Deutschland beim Grad der Digitalisierung der Netze im weltweiten Vergleich habe, möglichst schnell aufzuholen. Der Podiumsdiskussion voraus ging ein Keynote von Brian Sullivan, Vorstandsvorsitzender Sky Deutschland, voraus. Darin breitete er sowohl zukunftsweisende Visionen als auch konkrete Konzepte für die nahe Zukunft dazu aus, wie mittelfristig eine möglichst 100%ige Digitalisierung der Netze vollzogen werden könne. „Es gibt in diesem Bereich eine eklatante Unterversorgung der Zuschauer in Deutschland", lautete sein Credo. Achtzig Millionen Menschen im Land hätten aber höchst unterschiedliche Sehgewohnheiten oder Geschmäcker. Mit der vollständigen Digitalisierung könnten sowohl Auswahl und Qualität als auch Verfügbarkeit und echte Interaktivität in heute kaum vorstellbaren Dimensionen verbessert werden. „Pay-TV wird in diesem Prozess der Treiber sein. Sky bietet mit HD und 3D bereits heute genügend Potenzial, um einen entsprechenden Bedarf bei den Zuschauern zu wecken und perfekte Unterhaltung zu liefern." Um dieses anspruchsvolle Ziel erreichen zu können, seien lediglich zwei Voraussetzungen zu erfüllen: Die Wünsche der Rezipienten müssten erstens bei den Machern im Zentrum aller Bemühungen stehen die Politik müsse zweitens einen fairen Wettbewerb zulassen. Grundsätzlich stimmten während der anschließenden Podiumsdiskussion alle Diskussionsteilnehmer darin überein, dass in einem ehrlichen Miteinander aller Beteiligter ein enormer Wachstumsmarkt betreten werden könne. Durch massive Investitionen beispielsweise in Form ersteigerter Frequenzen-wären die Netzbetreiber in beachtliche Vorleistung gegangen. Darin stimmten Ferdinand Kayser, President & CEO Ses Astra, Wolfgang Kopf, Leiter Politik und Regulierung Deutsche Telekom, Manuel Kohnstamm, Managing Director Public Policy & Commuication Liberty Global Europe, und Dr. Christoph Clément, General Counsel und Mitglied der Geschäftsleitung Kabel Deutschland, überein. Sie, die Konstrukteure der Infrastruktur, verstünden sich darüber hinaus als Full-Service-Dienstleister in digitalen Netzen. In jedem Fall würde die Investitionsoffensive auch in den kommenden Jahren fortgeführt.

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