Diskussion: Umbrüche in der Werbevermarktung

Datum: 16.10.2013

Die Digitalisierung hat einen enormen Einfluss auf das Gefüge des Werbemarktes. Die Gewichte verschieben sich in Richtung Online, wobei die Grenzen zwischen den Gattungen zunehmend verschwimmen und jedes Medium seine Chancen in der Digitalisierung erkennen und nutzen sollte. Und: Qualität hat Zukunft. Dies ist das Fazit der Diskussionsrunde „Umbrüche in der Werbevermarktung" am ersten Tag der MEDIENTAGE MÜNCHEN. Hierfür hatte Solon Management Consulting acht Branchenexperten zu einer Elefantenrunde der Werbevermarktung gebeten. Die Medienlandschaft ist derzeit gravierenden Veränderungen unterworfen. Neben der Mediennutzung verschieben sich auch die Gewichte im Werbemarkt. Dr. Henning Röper, Geschäftsführer Solon Management Consulting, zeigte in seinem Impulsreferat auf, dass die Anteile von Print im Werbemarkt mit 43 Prozent noch deutlich höher liegen als bei der Mediennutzung mit gerade einmal fünf Prozent - mit Tendenz nach unten. Dem gegenüber weist Online einen Nutzungsanteil von 25 Prozent auf, kassiert aber nur 18 Prozent der Gelder - mit Tendenz nach oben. Bei TV liegt das Verhältnis bei 40 (Nutzung) zu 23 Prozent (Werbemarktanteil). Durch die neuen Möglichkeiten zur flexiblen nutzerdatengestützten Platzierung von Werbung (Big Data, Targeting, Programmatic Buying) steige aber die Attraktivität des Werbeträgers Online weiter an. Bei der inhaltlichen Ausrichtung von Werbung machte Dr. Röper zwei Trends aus: Native Advertising (also kontextbezo-gene Werbung mit der Einbettung in redaktionelle Inhalte) und Content Marketing.

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