Publishing-Gipfel 2013: Alles digital - Journalismus um jeden Preis

Datum: 17.10.2013

Sind die Zeiten des Jammerns und Wehklagens vorbei? Hatten die Zeitungsverlage in den vergangenen Jahren noch erheblich mit wegbrechenden Umsätzen zu kämpfen, so wird heute zunehmend Optimismus erkennbar. Die Printmedien sind offenbar in der digitalen Welt angekommen. Das wurde beim Publishing-Gipfel der MEDIENTAGE MÜNCHEN deutlich. Bei der Gemeinschaftsveranstaltung des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) und des Verbandes Bayerischer Zeitungsverleger (VBZV) wurde über die Chancen und Perspektiven des digitalen Geschäftes diskutiert. Die Zeitungen seien in der digitalen Welt erfolgreich, befand Andreas Scherer, Vorsitzender des VBZV und Geschäftsführer der Augsburger Allgemeinen, im Gespräch mit Gipfel-Moderator Frank Thomsen, Ressortleiter Deutschland der Zeitschrift Stern, und Franz Pschierer, Staatsekretär im Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie. Der kalifornische Medienanalyst Ken Doctor prophezeite in seiner Keynote eine steigende Mediennutzung. Gleichzeitig wachse der digitale Raum für Nachrichten. Denn im Digitalen gebe es auch mehr Content, den man verkaufen könne. „Wenn digitale Produkte allein nicht den Erlös bringen, wird Paid Content mit Premium-Inhalten das kompensieren“, zeigte sich Ken Doctor überzeugt. Medienmarken sollten ihren Lesern Inhalte anbieten, die sie uneingeschränkt über alle Inhalte und Kanäle nutzen könnten („All Access“).

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