Diskussion: Die Tagesschau-App und der Drei-Stufentest

Datum: 23.10.2014

Bislang ist es den deutschen Zeitungsverlagen einerseits und der ARD andererseits nicht gelungen, ihren seit mehreren Jahren schwelenden Streit um die Tagesschau-App gütlich beizulegen. Nachdem in erster Instanz die Verlage vor dem Landgericht Köln weitgehend gewonnen hatten, hat das Oberlandesgericht Köln in zweiter Instanz die Position der ARD gestärkt: Zwar bezweifelt die Berufungsinstanz die tatsächliche Presseähnlichkeit der App nicht, meint aber, diese Frage nicht mehr entscheiden zu dürfen, weil der zuständige Rundfunkrat im Zuge des Drei-Stufen-Tests von der Rechtmäßigkeit der tagesschau.de ausgegangen sei.

Der Rechtsstreit um die Zulässigkeit der Tagesschau-App zeigt, dass Dreistufen-Tests scheinbar nicht geeignet sind, um die Betätigungsfelder öffentlich-rechtlicher und privater Angebote im Netz sauber voneinander abzugrenzen.

Darüber hinaus werden von politischer Seite aktuell Stimmen laut, die 7-Tage-Regelung für ARD und ZDF im Internet abzuschaffen. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob und wenn ja, wie eine trennscharfe Abgrenzung von ARD und ZDF und deren Möglichkeiten im Netz gelingen kann.

Podiumsdiskussion: 
Dr. Christoph Fiedler, Geschäftsführer Verband Deutscher Zeitschriftenverleger
Prof. Thomas Kleist, Intendant Saarländischer Rundfunk
Dr. Wolfgang Kreißig, Leiter des Referats Rundfunkpolitik und Medien im Staatsministerium Baden-Württemberg
Dr. Klaus-Peter Potthast, Ministerialdirigent, Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie

Moderation:  
Dr. Dietrich von Klaeden, Head of Public Affairs Axel Springer

 

Tags

Diese Seite kommentieren

Diese Seite teilen

Copyright © 2017 medienportal.tv

Ein Projekt der Medientage München GmbH
powered by STV Media Networks.

Alle Rechte vorbehalten.